Münzgesetze
Münzgesetze bezeichnet die Rechtsvorschriften, die das Münzwesen eines Staates oder Währungsraums regeln. Sie legen fest, wer Münzen herstellen darf, welche Stückelungen anerkannt sind, welche Anforderungen an Gewicht, Reinheit und Prägung gelten und welche Münzen als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Zudem regeln sie den Nennwert der Münzen, das Verhältnis von Materialwert zu Nennwert sowie Verfahren zur Einführung, Umstellung oder Demonetisierung von Münzen. Typische Bestimmungen betreffen auch die Prägehoheit des Staates, den Strafrahmen bei Fälschung und den Umgang mit Verlusten oder Rücknahmen.
Historisch entwickelten sich Münzgesetze aus dem Bedürfnis nach einheitlicher Währung und zuverlässiger Münzherstellung. Die Reichsmünzordnung im
Gegenwart und Praxis: In modernen Staaten regeln Münzgesetze zusammen mit Zentralbanken oder staatlichen Münzanstalten die Prägung,