Mediendarstellungen
Mediendarstellungen bezeichnet die Art und Weise, wie Akteurinnen und Akteure, Gruppen, Ereignisse oder Phänomene in den Medien dargestellt, beschrieben oder bewertet werden. Sie umfasst visuelle Bilder, Texte, Ton und narrative Strukturen in Presse, Fernsehen, Online-Medien und Werbung.
Theoretischer Hintergrund: Representations- bzw. Framing-Theorien erklären, wie mediale Darstellungen Stereotype, Zuschreibungen von Normalität oder Abweichung sowie
Aspekte: Inhalte, Rollenverteilungen, Attribution von Eigenschaften und Verantwortung; Bild- und Tonästhetik; Erzählperspektiven; Kontextualisierung und Werturteile.
Effekte und Bedeutung: Mediendarstellungen beeinflussen, wie Menschen Gruppen und Ereignisse wahrnehmen, welche Einstellungen sich bilden und
Methoden: Repräsentationen lassen sich mithilfe von Inhaltsanalyse, Diskursanalyse oder Repräsentationsforschung untersuchen. Typische Indikatoren sind Häufigkeit, Zuschreibung
Anwendung: Erkenntnisse dienen Medienbildung, Redaktionstraining und Richtlinien zur fairen Berichterstattung. Herausforderungen liegen in Verzerrungen, lückenhafter Repräsentation,
Beispiele: Werbung vermittelt oft traditionelle Geschlechterrollen; Nachrichtenberichterstattung über Migration variiert stark zwischen Kontextualisierung und Kriminalisierung; Behinderungen