MBLDefizienz
MBL-Defizienz, auch bekannt als MBLDefizienz, bezeichnet eine verringerte Konzentration oder Funktionsstörung des Mannose-bindenden Lectin (MBL), eines Proteins des angeborenen Immunsystems. MBL gehört zur Lectin-Wolke der Komplementaktivierung und bindet an Zuckermuster auf verschiedenen Mikroorganismen. Durch die Assoziation mit MASP-Proteasen aktiviert es die kompartmentale Alternative der Komplementkaskade und fördert Opsonisierung und Abtötung von Erregern. Ein MBL-Mangel kann die Effektivität dieser ersten Abwehrlinie beeinträchtigen, ist jedoch in der Regel nicht mit schweren Immundefekten assoziiert.
Genetik und Biologie: MBL wird in der Leber synthetisiert und durch die MBL2-Genvariante beeinflusst. Häufige Varianten
Klinische Relevanz: Die Mehrzahl der Personen mit MBL-Defizienz zeigt keine Symptome. In einigen Studien wird jedoch
Diagnose: Verdacht besteht bei häufigen Infektionen; diagnostisch können MBL-Spiegel im Blut sowie eine MBL2-Genotypisierung erfolgen. Funktionstests
Management: Es gibt keine spezifische kurative Therapie oder routinemäßige MBL-Ersatzbehandlung. Die Versorgung fokussiert sich auf standardisierte