Krankheitsbeteiligung
Krankheitsbeteiligung bezeichnet in der medizinischen Fachsprache den Grad, in dem eine einzelne Krankheit zu den beobachteten Symptomen, Befunden und Funktionsstörungen eines Patienten beiträgt. Es ist ein relatives Konzept, das neben der Primärerkrankung auch Begleiterkrankungen, Therapiefolgen und altersbedingte Veränderungen berücksichtigt. Ziel ist es, den Anteil der jeweiligen Erkrankung an der klinischen Gesamtlast zu verstehen, um Diagnostik, Therapieplanung und Prognose besser steuern zu können.
In der Praxis erfolgt die Beurteilung typischerweise durch klinische Beurteilung, Anamnese, Befunde aus Laboruntersuchungen und Bildgebung,
Beispiele verdeutlichen die praktische Relevanz: Bei Dyspnoe eines Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und Herzinsuffizienz kann
Limitierend wirken Subjektivität, interassistierende Unterschiede und die oft komplexe Interaktion mehrerer Erkrankungen.