Kraftabfall
Kraftabfall bezeichnet im Papier- und Zellstoffbereich die Abfallströme, die bei der Produktion von Papier im Kraftpulping-Verfahren anfallen. Dieser Begriff wird vor allem in der Diskussion um Umweltwirkungen und Abfallwirtschaft verwendet und umfasst sowohl feste als auch flüssige Anteile, die aus dem Prozess heraus entstehen oder aus der Nachbehandlung der Prozessabwässer stammen. Kraftabfall ist damit ein Oberbegriff für Reststoffe aus der chemischen Aufbereitung des Holzes, der Reinigung der Milchlauge, dem Behandeln von Abwässern sowie dem Betrieb der chemischen Rückgewinnung.
Zu den wesentlichen festen Bestandteilen des Kraftabfalls gehören Kalkmilch- bzw. Kalkschlämme (Rückstände aus dem Kalkkreislauf und
Das Management von Kraftabfall erfolgt überwiegend im Rahmen des chemischen Rückgewinnungskreislaufs. Die durch den Kraftprozess gewonnenen
Kraftabfall ist stark abhängig von Milltechnik, Bleiche, Rohholzart und Recirkulationsgrad, weshalb seine genaue Zusammensetzung variiert.