ImmunToleranz
Immuntoleranz bezeichnet die Fähigkeit des Immunsystems, bestimmte Antigene nicht oder nur schwach zu erkennen oder zu reagieren. Sie dient dem Schutz vor Autoimmunität und ermöglicht zugleich das Zusammenleben mit harmlosen Umweltstoffen, der Darmflora und Transplantaten. Immuntoleranz kann angeboren auftreten oder durch Lernprozesse im Verlauf des Lebens erworben werden. Sie umfasst zentrale und periphere Mechanismen.
In der zentralen Toleranz entwickeln sich Immunzellen primär in Organen des Immunsystems, insbesondere Thymus und Knochenmark.
Die periphere Toleranz wirkt nach der Reifung der Immunzellen im Körper und umfasst mehrere Mechanismen. Anergie
Weitere Formen umfassen orale Toleranz gegenüber Nahrungsmittelantigenen, mütterlich-fötale Toleranz sowie Toleranz gegenüber Darmmikrobiota und Transplantaten. Störungen