Hyperinflationen
Hyperinflationen bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine Phase extrem rascher Preissteigerungen, in der das Preisniveau instabil steigt und die Kaufkraft der Währung rapide schrumpft. Eine häufig zitierte Definition stammt von Phillip Cagan: Hyperinflation liegt vor, wenn die monatliche Inflationsrate 50 Prozent oder mehr erreicht. In solchen Phasen verliert Geld als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel rasch an Akzeptanz.
Ursachen sind meist ein anhaltendes Fiskaldefizit, das durch Gelddrucken oder Anleihenkäufe der Zentralbank finanziert wird, gekoppelt
Die Folgen sind gravierend: Ersparnisse und Löhne verlieren schnell an Wert, Unternehmen müssen laufend Preise anpassen,
Historisch bekannte Beispiele sind Weimar-Deutschland im Jahr 1923, Ungarn 1946, Simbabwe 2008–2009 und Jugoslawien in den
Maßnahmen umfassen die Währungsreform oder Einführung einer stabilen Währung, fiskalische Konsolidierung, Unabhängigkeit der Zentralbank, glaubwürdige Geldpolitik