Erkennungstests
Erkennungstests sind psychologische und diagnostische Verfahren zur Messung der Fähigkeit, zuvor dargebotene Reize zu erkennen oder zu identifizieren. Zentrales Thema ist die Unterscheidung zwischen Wiedererkennung (erkennt, dass ein Stimulus schon gesehen wurde) und Vertrautheit bzw. Rekollektion. Typische Aufgaben umfassen Yes/No-Erkennung, Old-New-Aufgaben und Forced-Choice-Designs. Bei Yes/No-Tests bewertet der Proband, ob ein Stimulus bekannt ist; Old-New-Tests vergleichen bekannte und unbekannte Items; Forced-Choice-Aufgaben verlangen, aus mehreren Stimuli die bekannte auszuwählen.
Stimuli können visuelle Objekte, Wörter oder Gesichter sein. In der Neuropsychologie dienen Erkennungstests der Diagnostik von
Auswertung und Güte: Objektivität, Reliabilität und Validität stehen im Vordergrund; normative Vergleichswerte ermöglichen eine Einordnung. Oft
Typische Beispiele sind Old-New-Gedächtnistests, visuelle oder verbale Erkennungstests sowie Gesichts-Erkennungstests wie der Cambridge Face Memory Test.