Wahrnehmungstests
Wahrnehmungstests sind standardisierte Verfahren zur Beurteilung der Wahrnehmungsfähigkeit und der kognitiv-perceptuellen Verarbeitung eines Menschen. Sie finden Anwendung in der klinischen Psychologie, Neurologie, Rehabilitation sowie in der schulischen Diagnostik, um Störungen der visuellen, auditorischen oder multisensorischen Wahrnehmung zu erkennen, zu quantifizieren und zu überwachen. Ziel ist es, Defizite zu identifizieren, deren Ausprägung zu beschreiben und Folgemaßnahmen wie Förderpläne zu informieren. Die Tests messen typischerweise Fähigkeiten wie Form- und Mustererkennung, räumliche Orientierung, Gestaltwahrnehmung, Tiefen- und Bewegungswahrnehmung sowie visuell-motorische Integration. Je nach Instrument kann der motorische Anteil variieren, um kognitive Prozesse möglichst isoliert zu betrachten.
Wichtige Instrumente umfassen unter anderem:
- MVPT (Motor-Free Visual Perception Test), MVPT-4
- TVPS (Test of Visual Perceptual Skills)
- DTVP (Developmental Test of Visual Perception) sowie Versionen wie DTVP-2/3
- Beery VMI (Beery-Buktenica Developmental Visual-Motor Integration)
Anwendungsgebiete umfassen die Entwicklungsdiagnostik bei Kindern (zum Beispiel bei Lern- und Entwicklungsstörungen), die neuropsychologische Diagnostik nach
Zu den wesentlichen Hinweisen gehören der Einfluss von Normen auf Basis von Alter, Kultur und Bildungsstand,