Diffusionsliteratur
Diffusionsliteratur bezeichnet die Gesamtheit der Fachliteratur, die sich mit Diffusionsprozessen in natürlichen, technischen und sozialen Systemen befasst. Der Begriff umfasst zwei Hauptbereiche: die naturwissenschaftliche Diffusion, also den Transport von Teilchen durch Membranen oder Medien, und die Diffusion von Innovationen in Gesellschaften und Organisationen. In der naturwissenschaftlichen Diffusion deckt die Literatur theoretische Modelle (z. B. Ficksche Gesetze, Diffusionskoeffizienten, Stofftransport in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen), experimentelle Methoden (Radiotracer, NMR-Diffusometrie, Gleichgewichtsdiffusion in Porenstrukturen) sowie Anwendungen in Materialien, Chemie, Biologie und Umwelt ab. In der Diffusionsliteratur der Sozialwissenschaften wird die Übernahme, Verbreitung und Adoption von Innovationen modelliert, oft anhand von Diffusionskurven (S-Kurve), Adoptionsfaktoren, Netzwerkeffekten und Fallstudien.
Historisch entstanden bedeutende Grundlagen in der Diffusionsliteratur durch Fick (1855) und Graham (1829) in der naturwissenschaftlichen
Ziel der Diffusionsliteratur ist es, Mechanismen zu verstehen, Vorhersagen zu ermöglichen und Anwendungen zu optimieren – von