Alltagsdiskriminierung
Alltagsdiskriminierung bezeichnet die unbewusste oder systematische Benachteiligung von Personen aufgrund von Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder Religion im täglichen Leben. Der Begriff wurde erstmals in den 1990er Jahren in der deutschen Diskurslandschaft eingeführt und spiegelt die Erkenntnis wider, dass strukturelle Vorurteile häufig außerhalb formeller Gesetze und Institutionen wirken. Beispiele sind subtile Aussagen am Arbeitsplatz, die frühe Ablehnung von Geflüchteten in öffentlichen Einrichtungen oder die stereotype Zuschreibung von Rollenbildern in der Medienpräsenz.
In Deutschland ist die Alltagsdiskriminierung neben der formellen Diskriminierung durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geregelt. Das
Die Folgen von Alltagsdiskriminierung umfassen psychische Belastungen, eingeschränkte Chancen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich sowie die