Agrargesellschaften
Eine Agrargesellschaft ist eine Gesellschaftsform, in der Landwirtschaft die dominierende Wirtschaftsgrundlage bildet. Der Bodenbesitz und die Nutzung von Grund und Boden bestimmen Wohlstand, Macht und soziale Stellung. Typische Merkmale sind landgebundene Produktionsweisen, Hof- und Pachtstrukturen, Subsistenz- und Marktorientierung sowie enge Verflechtungen von Eigentum, Rechtsordnung und gemeinschaftlichen Nutzungsrechten in ländlichen Räumen.
Historisch entstanden Agrargesellschaften vorwiegend in vorindustriellen Gesellschaften, in denen der Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft
Die soziale Struktur wird vielfach durch Eigentumsverhältnisse bestimmt: Groß- oder Kleinbauern, Pächter, Landarbeiter und traditionelle Herrschaftsformen.
Im soziologischen und wirtschaftlichen Diskurs dient der Begriff als analytische Kategorie zur Beschreibung von Gesellschaften, in