nichtmegaloblastäre
Nichtmegaloblastäre Anämien sind eine Gruppe makrozytärer Anemien, bei der im Knochenmark keine Megalozyten vorkommen. Sie unterscheiden sich damit von megaloblastären Anämien, etwa bei Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, in denen Megalozyten deutlich sichtbar sind. In nichtmegaloblastären Fällen entstehen die vergrößerten Erythrozyten (Makrozytose) durch gestörte Erythropoese oder veränderte Zellmembranen, nicht durch eine gestörte Nukleinsäuresynthese, wie sie Megaloblasten kennzeichnet.
Klinisch manifestiert sich die Makrozytose oft durch eine erhöhte mittlere korpuskuläre Zellgröße (MCV > 100 fL) und
Zu den häufigsten Ursachen gehören Lebererkrankungen (einschließlich Alkoholassoziierter), Alkoholismus, Hypothyreose und eine vermehrte Retikulozytose nach Blutverlust
Diagnostik umfasst Blutbild, Retikulozytenzahl, B12-/Folatstatus, MMA/ Homocystein, Leber- und Schilddrüsenfunktion sowie eine Anamnese zu Alkohol- und
Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung; B12- oder Folsäureergänzungen sind nur sinnvoll, wenn ein Defizit