Wertrationalität
Wertrationalität bezeichnet in der Soziologie, insbesondere bei Max Weber, eine Form des Handelns, das durch die bewusste Bindung an normative Güter, Werte oder Ideale geleitet wird. Das Handeln erfolgt aus Überzeugung, dass eine bestimmte Norm moralisch oder ästhetisch richtig ist, unabhängig von erwarteten materiellen Folgen oder von Effizienzgesichtspunkten.
Im Modell Webers gehört die Wertrationalität zur Gruppe der vier Grundtypen kollektiven Handelns neben Zweckrationalität, Affektualität
Merkmale der Wertrationalität sind eine reflektierte Wertorientierung, Sinnstiftung und oft eine langfristige Bindung an normative Überzeugungen.
Bedeutung und Kontext: Wertrationalität hilft zu erklären, wie normative Überzeugungen Handeln in modernen Gesellschaften lenken und