Variantenerkennung
Variantenerkennung bezeichnet den Prozess der Identifikation genetischer Varianten aus Sequenzierungsdaten. Dazu gehören Einzelbasenänderungen (SNVs), Insertionen/Deletionen (Indels) und größere Strukturvarianten. Ziel ist es, Unterschiede zum Referenzgenom zu bestimmen, die biologisch oder klinisch relevant sein können. Anwendungen finden sich in Grundlagenforschung, klinischer Genetik, Onkogenetik, Populationsgenetik und Pharmakogenomik.
Der typischer Arbeitsablauf umfasst: Datenerzeugung (WGS, WES oder Panel), Qualitätskontrollen, Abbildung der Reads auf ein Referenzgenom,
Wichtige Methoden und Tools umfassen Germline-Caller wie GATK HaplotypeCaller, FreeBayes und SAMtools, sowie somatische Caller wie
Herausforderungen umfassen Sequenzierungsfehler, Mapping-Bias in repetitiven Regionen, Mozaikismus und Unsicherheit bei seltenen Varianten. Die Interpretation hängt