Störversuchen
Störversuchen bezeichnen Experimente, bei denen absichtlich Störungen oder Störsignale in ein System eingeführt werden, um dessen Reaktion, Robustheit, Fehlertoleranz oder Sicherheitsmechanismen zu prüfen. Das Konzept wird in vielen Fachgebieten verwendet, darunter Elektrotechnik, Informatik, Regelungstechnik, Umweltforschung und Psychologie, jeweils mit spezifischen Zielen.
Arten der Störversuche umfassen:
- Elektrische und elektromagnetische Störungen: Rauschen, Impulsstörungen, EMI, Störabstände, zur Bestimmung der Störfestigkeit von Bauteilen und Systemen.
- Fehlerverschleppung und Fault Injection: Injektion von Software-, Firmware- oder Hardwarefehlern, um Systemreaktionen und Fehlerverarbeitung zu testen.
- Umwelt- und Belastungstests: Temperatur, Feuchte, Vibration, Staub oder andere Umweltparameter, um Stabilität unter Umweltbedingungen zu prüfen.
- Kommunikation und Netzwerke: Paketverlust, Latenz, Jitter, Verbindungsstörungen, um die Robustheit von Protokollen und Geräten zu evaluieren.
- Sicherheits- bzw. Angriffs-Szenarien: Gezielte Störungen durch Tests im Rahmen von Red-Teaming oder Fuzzing, um Sicherheitslücken aufzudecken.
Methodisch folgen Störversuche typischen Abläufen: Ziel definieren, relevante Störarten auswählen, kontrollierte Labormethoden verwenden, Messgrößen festlegen, Replikation
Anwendungsgebiete umfassen Industrieprojekte, Automobil- und Luftfahrttechnik, Medizintechnik, IT-Sicherheit und Forschung. Störversuche dienen der Validierung von Designs,