Siedevorgang
Siedevorgang bezeichnet in Physik und Chemie den Prozess, bei dem eine Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand übergeht, sobald ihre Temperatur die Siedetemperatur erreicht oder überschritten hat. Üblicherweise tritt das Sieden bei einem bestimmten Umgebungsdruck ein; unter Normalbedingungen entspricht dies der Siedetemperatur der jeweiligen Flüssigkeit. Beim Sieden bilden sich Dampfblasen im Inneren der Flüssigkeit, die durch Nukleation an Unregelmäßigkeiten oder Fremdkörpern wachsen und zur Oberfläche gelangen.
Thermodynamisch wird das Sieden durch den Gleichstand zwischen Dampfdruck der Flüssigkeit und dem Umgebungsdruck bestimmt. Während
Formen des Siedens umfassen nukleares Sieden (Blasenbildung an festen Oberflächen), Übergangssiedung (reduzierte Blasenbildung bei erhöhtem Wärmeflux)
Anwendungen finden sich in der Destillation, der Dampferzeugung in Kesseln und Kraftwerken, in Kochprozessen sowie in
Sicherheitsrelevante Aspekte umfassen Überdruck, Siedeverzug und ungleichmäßige Erwärmung, weshalb eine kontrollierte Druck- und Temperaturführung sowie geeignete