Schirmwirkung
Schirmwirkung bezeichnet in der Physik den schirmenden Effekt, bei dem die umgebenden Ladungen die Felder oder Kräfte auf ein Teilchen abschwächen oder modulieren. In der Atomphysik bedeutet Schirmwirkung insbesondere, dass die inneren Elektronenschalen die äußeren Elektronen vor der vollen Kernladung abschirmen. Dadurch erfahren äußere Elektronen eine geringere effektive Kernladung Zeff als den tatsächlichen Kernladungsgrad Z. Zeff wird oft als Zeff ≈ Z − S beschrieben, wobei S der Abschirmungswert durch die inneren Elektronen ist. Methoden wie Slaters Regeln liefern einfache Schätzungen für S.
Auswirkungen der Schirmwirkung zeigen sich in vielen Periodentrends: Mit zunehmender Besetzung innerer Schalen wächst die Abschirmung,
In der Plasmaphysik und Festkörperphysik findet sich eine verwandte Vorstellung als Debye-Schirmung: frei bewegliche Ladungsträger ordnen
Die Schirmwirkung ist eine Näherung; exakte Beschreibungen erfordern Berücksichtigung von Elektronenwechselwirkungen und Korrelationen. Historisch entstand das