Röntgendiffraktometrie
Die Röntgendiffraktometrie ist ein analytisches Verfahren zur Untersuchung der Kristallstruktur von Festkörpern mittels Röntgenstrahlung. Sie beruht auf der Beugung von Röntgenstrahlen an periodischen Kristallgitterebenen. Das Bragg-Gesetz nλ = 2d sin θ verbindet die Wellenlänge λ des Strahls, den Gitterabstand d und den Streuwinkel θ. Aus den gemessenen Intensitäten I(2θ) lassen sich Phasen identifizieren, Gitterparameter bestimmen und Informationen zur Kristallordnung gewinnen.
Aufbau und Geometrie: Ein Röntgendiffraktometer umfasst eine Röntgenquelle, Kollimierung oder Monochromator, einen Goniometer sowie einen Detektor.
Anwendungsgebiete: Identifikation von Phasen in Materialien, Bestimmung von Gitterparametern, quantitative Phasenanalyse, Untersuchung von Mikrostruktur, Kristallgröße, Residualspannungen
Datenanalyse: Aus Peakpositionen und -intensitäten werden d-Spacings und Zusammensetzungen abgeleitet. Methoden wie Rietveld-Verfeinerung, Le-Bail-Verfahren oder Pawley-Fitting
Geschichte: Die Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen wurde 1912/13 maßgeblich durch Max von Laue sowie die
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