Protokollkomplexität
Protokollkomplexität bezeichnet in der Informatik die Komplexität von Kommunikationsprotokollen in verteilten Systemen und Netzwerken. Sie umfasst sowohl die Komplexität der Spezifikation (wie umfangreich das Protokoll beschrieben ist) als auch die Ressourcen, die für seine Ausführung erforderlich sind, einschließlich Zeit, Nachrichtenanzahl und Rechenaufwand pro Knoten. Je nachdem, ob es sich um synchrone oder asynchrone Modelle handelt, kann die Komplexität verschieden bewertet werden.
Metriken der Protokollkomplexität umfassen die Zeitkomplexität in Form der benötigten Runden bis zum Abschluss oder Konsens,
Modelle und Grenzen spielen eine zentrale Rolle. In asynchronen Systemen gelten fundamentale Einschränkungen, etwa das FLP-Unmöglichkeitsergebnis,
Anwendungsbeispiele finden sich in der Analyse von Konsensprotokollen wie Paxos oder Raft, wo Rundenzahl, Ausfalltoleranz und
Forschung und Verifikation nutzen theoretische Grenzwerte, Simulationen und formale Methoden, um robuste, effiziente Protokolle zu entwerfen
---