Proteinextraktion
Proteinextraktion bezeichnet den Prozess, bei dem Proteine aus biologischen Proben (Zellen, Gewebe, Mikroorganismen, pflanzlichem Material) isoliert und in einer löslichen Form aufbereitet werden. Das Ziel ist die Erzeugung einer hochreinen Proteinprobe für weitere Analysen wie Massenspektrometrie, Antiserumherstellung oder enzymatische Untersuchungen. In der Regel erfolgt die Extraktion in mehreren Schritten: Zunächst werden die Proben lysiert, um Zellmembranen zu zerstören und Proteine freizusetzen. Anschließend werden Zelltrümmer und andere Teilchen durch Zentrifugation oder Filtration entfernt. Das supernatantliertes Proteinprofil wird dann je nach Ziel (z. B. Totalprotein, bestimmtes Protein oder Komplex) weiter gereinigt oder konzentriert.
Zu den häufig eingesetzten Lysis‑Buffer gehören Tris‑HCl, Phosphat‑puffer, SDS, Triton X‑100 und chaotische Denaturanten wie Guanidiniumchlorid.
Proteinextraktion ist ein wesentlicher Schritt in der Proteomik, in der pharmazeutischen Forschung und bei diagnostischen Markerstudien.