Peripherieländern
Peripherieländern bezeichnet man in der Geographie und Entwicklungsökonomie als Länder, die in Kern-Peripherie-Modellen am Rand der wirtschaftlichen Struktur stehen. Der Begriff leitet sich von der Vorstellung eines Industrie- oder Handelskerns (Core) und wirtschaftlicher Peripherie (Periphery) ab. In der Theorie der Welt-Systeme wird die Peripherie durch geringere Produktivität, niedrigere Einkommen, begrenzte industrielle Diversifikation und eine starke Abhängigkeit von externen Märkten und von Kernländern charakterisiert.
Charakteristische Merkmale sind oft geringe Wertschöpfung, exportorientierte, rohstofflastige Wirtschaftsstrukturen, begrenzter Zugang zu Kapital, schwache Infrastruktur sowie
Ursachen liegen in historischen Prozessen wie Kolonialismus, ungleichen Handelsbeziehungen und institutionell schwachen Strukturen. In der Gegenwart
Bewegung zwischen Kategorien ist möglich: Länder können sich zur Semi-Peripherie oder sogar zum Kern entwickeln, wenn
Beispiele: In der Praxis gelten viele Länder Afrikas südlich der Sahara, Teile Ost- und Südostasiens sowie Teile