Oberflächenhaut
Der Begriff Oberflächenhaut bezeichnet in der Wissenschaft eine dünne äußere Schicht, die die Oberfläche eines Körpers oder Systems bildet und sich chemisch, strukturell oder physikalisch vom darunterliegenden Material unterscheidet. Solche Oberflächenhaut kann aus Oxiden, Adsorbaten, organischen Filmen oder aus biologischen Epithelen bestehen. Die Dicke reicht typischerweise von wenigen Ångström bis zu einigen Nanometern; in manchen Fällen können sich auch dichtere Schichten bis Mikrometern bilden, insbesondere bei technischen Beschichtungen.
Entstehung: Oberflächenhaut entstehen durch Prozesse wie spontane Reaktionen mit der Umgebung (Oxidation, Hydratisierung), Adsorption von Molekülen
Eigenschaften und Auswirkungen: Oberflächenhaut kann das Verhalten der Oberfläche stark beeinflussen, z. B. Korrosions- und Verschleißbeständigkeit,
Typische Beispiele: native Oxidschicht auf Aluminium; Chrom- oder Eisenoxide auf Metallen; organische Filmschichten wie Monolagen oder
Erkennung und Analyse: Techniken wie Röntgen- oder Elektronenphotoelektronenspektroskopie (XPS/AES), Nahfeld- bzw. Rasterkraftmikroskopie (AFM), Ellipsometrie oder Kontaktwinkelmessung
Bedeutung: Oberflächenhaut beeinflusst nahezu alle Anwendungen in Materialwissenschaft, Mikroelektronik, Biomedizin, Korrosionsschutz und Umwelttechnik.