Niedrigdruckplasma
Niederdruckplasma, auch Nieder- oder Niedrigdruckplasma genannt, bezeichnet ein Plasma, das bei niedrigem Umgebungsdruck in einer Gasphase erzeugt wird. Typischerweise liegen die Drücke im Bereich von wenigen Pascal bis zu einigen Hundert Pascal (unter 1 Torr bis zu mehreren Zehntorr). Durch die niedrigen Drücke ist der mittlere freie Weg der Teilchen lang, was den Kollisionsprozess gegenüber Hochdruckplasmen dominiert. Elektronen sind deutlich heißer als die schweren Spezies, sodass das Plasma häufig als Nichtgleichgewichts- oder Nichtthermisches Plasma klassifiziert wird.
Erzeugung und Quellenformen: Niederdruckplasmen entstehen durch Anlegen elektrischer oder elektromagnetischer Felder in einer Vakuumkammer mit Gas.
Eigenschaften: Die Elektronendichte liegt typischerweise bei 1015 bis 1019 m^-3, während die schweren Spezies meist die
Anwendungen: Niederdruckplasmen spielen eine zentrale Rolle in der Halbleiterfertigung, insbesondere beim Trockenätzen (Etching) und der Abscheidung
Diagnostik und Prozesssteuerung: Plasmen werden durch Diagnostik wie Langmuir-Proben, Optische Emissionsspektroskopie (OES), Mikrowelleninterferometrie oder Laserdiagnostik charakterisiert.