Nettoinventarwert
Nettoinventarwert bezeichnet den Wert des Vorratsvermögens, der nach Abzug von Wertberichtigungen, Abschreibungen und sonstigen Absetzungen verbleibt. In der Bilanz ist der Nettoinventarwert der auf Vorräte entfallende Buchwert. Er dient als Indikator für die Werthaltigkeit von Lagerbeständen und beeinflusst die Bewertung des Umlaufvermögens sowie die Kosten der Ware. Die genaue Berechnung hängt vom jeweiligen Rechnungslegungsstandard ab. In vielen Rechtsordnungen gilt das Niederstwertprinzip: Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem erwarteten Veräußerungserlös bewertet; in der Praxis bedeutet dies oft, dass aufgefüllte Bestände, veraltete Waren oder beschädigte Güter wertberichtig werden, wodurch der Nettoinventarwert sinkt. Der Nettoinventarwert kann auch im Rahmen von Unternehmensbewertungen, Liquidationsanalysen oder Forderungsprüfungen herangezogen werden.
Beispiel: Ein Unternehmen hat Vorräte im Buchwert von 150.000 Euro. Es werden Wertminderungen in Höhe von 25.000
Begriffsvarianten: In einzelnen Quellen wird der Begriff leicht unterschiedlich verwendet; gelegentlich wird Nettoinventarwert mit dem Begriff