Matrixfreie
Matrixfreie Methoden bezeichnen Verfahren in der numerischen Linearen Algebra, bei denen die zugrunde liegende Matrix A weder explizit aufgebaut noch vollständig gespeichert wird. Stattdessen wird die Wirkung von A auf Vektoren durch eine bereitgestellte Operation beschrieben, die y = A x ergibt, ohne A als eigenständiges Array zu führen. Dieses Konzept ist besonders vorteilhaft bei sehr großen oder spärlich besetzten Matrizen, die aus Diskretisierungen von Differentialgleichungen, Graph- oder Netzwerkmodellen entstehen.
Typischerweise liefern Matrixfreie Algorithmen eine Kovektion der Matrixwirkung über wiederholte A x-Berechnungen. Zu den am häufigsten
Anwendungen finden Matrixfreie Methoden in der Simulation großer PDE-Systeme, Struktur- und Finite-Element-Analysen, Digital- oder Netzwerkanalysen sowie
Siehe auch: Krylov-Unterräume, matrix-free-Preconditioning, JFNK, iterative Solver.