Lernerfehlern
Lernerfehlern bezeichnet systematische Abweichungen von der Zielsprache, die Sprachlernende beim Erwerb einer neuen Sprache zeigen. Sie entstehen, weil Lernende ein Zwischenstadium verwenden – das Interlanguage –, in dem Grammatik, Wortschatz und Phonetik noch nicht endgültig festgelegt sind. Im Gegensatz zu bloßen Versäumnissen oder Zufallsfehlern weisen Lernerfehler wiederkehrende Muster auf und spiegeln den aktuellen Wissensstand wider.
Der Begriff entstand im Umfeld der Error-Analysis-Forschung. Corder (1967) prägte das Konzept der Lernfehler als diagnostische
Ursachen für Lernerfehler liegen vor allem in L1-Transfer, bei dem Strukturen der Ausgangssprache auf die Zielsprache
Didaktisch spielen Lernerfehler eine zentrale Rolle: Durch Fehleranalyse lassen sich Lernstände diagnostizieren, Unterrichtsmaterialien gezielter gestalten und