Lagenwicklung
Lagenwicklung beschreibt die Entwicklung von Schichtungen in mehrschichtigen Systemen. Sie umfasst die zeitliche Abfolge und die räumliche Ausprägung von Lagen und deren Veränderung im Verlauf der Geschichte. Ziel ist es, die geologische oder pedologische Geschichte eines Gesteinssystems durch die Analyse von Schichtgrenzen, Schichtdicken und Fossilien zu rekonstruieren.
Typische Treiber der Lagenwicklung sind Sedimentation, Diagenese sowie tektonische Prozesse wie Deformation, Kippen oder Falten, die
Zur Erforschung werden Feldbeobachtungen, sedimentologische Analysen, Lithologie, Stratigraphie und Biostratigraphie eingesetzt, ergänzt durch Geophysik und Datierungsmethoden.
Beispiele finden sich in sedimentären Becken, transgressiven- und regressiven Abfolgen sowie in von tektonischen Prozessen geformten