Kunststoffveredelung
Kunststoffveredelung bezeichnet die Veränderung der Oberflächen von Kunststoffen, um optische, funktionale oder schützende Eigenschaften zu verbessern. Ziel ist oft eine bessere Ästhetik, eine höhere Haftung von Beschichtungen, verbesserter Kratz- und Witterungsschutz sowie eine geeignete Haptik oder chemische Beständigkeit. Veredelungen erfolgen durch Vorbehandlung der Oberfläche, anschließende Beschichtung oder mechanische, chemische oder physikalische Modifikationen sowie gelegentlich durch dekorative oder metallische Prozesse.
Die Haftung von Beschichtungen hängt maßgeblich von der Oberflächenenergie ab. Typische Vorbehandlungen umfassen Reinigung und Entfettung,
Verfahren der Oberflächenveredelung umfassen mechanische Schritte (Schleifen, Polieren, Glätten), chemische Schritte (Ätzen, Modifizieren der Makro- oder
Qualitätssicherung umfasst Haftungstests, Prägungslust, Glossmessung, Kratzfestigkeit und UV-Stabilität. Umweltaspekte spielen eine zunehmende Rolle: VOC-Reduktion, lösemittelarme Systeme,
Typische Anwendungsbereiche sind Automobil- und Elektronikindustrie, Möbel- und Verpackungsbereich, Medizintechnik sowie Konsumgüter.