Kommunikationskulturen
Kommunikationskulturen bezeichnen die typischen Muster der Kommunikation innerhalb einer Gruppe oder Gesellschaft. Sie umfassen Normen, Werte, Erwartungen an Sprech- und Hörverhalten, nonverbale Signale sowie das Verhältnis von Kontext, Sprache und Autorität. Kommunikationskulturen prägen, wie Botschaften kodiert, interpretiert und validiert werden, und sie sind eng verbunden mit Beziehungen, Machtstrukturen und Organisationsformen.
Typische Dimensionen sind Direktheit vs. Indirektheit, Hoch- vs. Niedrigkontext, Formalität, Hierarchie, Zeitorientierung und der Umgang mit
In Organisationen beeinflussen Kommunikationskulturen Führung, Entscheidungsprozesse, Feedbackkultur, Konfliktbearbeitung, Meetings und schriftliche Kommunikation. Im digitalen Kontext treten
Wissenschaftlich tragen Theorien wie der Hoch- und Niedrigkontext von Edward Hall, Hofstedes Dimensionen (Machtdistanz, Individualismus, Unsicherheitsvermeidung,
Anwendungen umfassen interkulturelle Trainings, internationale Zusammenarbeit, Diplomatie und Bildung. In multinationalen Teams ist Sensibilität für Kommunikationsstile
Kritische Perspektiven betonen, dass Modelle zu Verallgemeinerungen neigen, innere Vielfalt, Wandel durch Globalisierung und individuelle Unterschiede