Keramikstrukturen
Keramikstrukturen bezeichnet die mikroskopische und makroskopische Anordnung keramischer Werkstoffe. Dazu gehören die Verteilung der Kristallkörner, deren Größe und Orientierung, die Porenstruktur sowie das Vorhandensein zweiter Phasen oder Defekte. Keramiken können polycrystallin sein, glasartige Keramiken oder keramische Verbundwerkstoffe.
Wichtige Merkmale der Mikrostruktur sind Korngröße und -orientierung, Korngrenzen, Porengehalt, Phasenanteile sowie Risse und Verunreinigungen. Die
Die Mikrostruktur wird stark durch Herstellungs- und Verarbeitungsschritte beeinflusst. Verfahren wie Pulvervorbehandlung, Sinterung und Dichtung, sowie
Zur Untersuchung dienen Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie (REM/SEM), Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) sowie Phasenanalyse durch Röntgendiffraktion (XRD) und Porositätsmessungen (BET,
Anwendungsgebiete reichen von Hochleistungskeramiken (Aluminiumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumcarbid, Zirkoniumoxid) über Glaskeramiken und Refraktärstoffe bis hin zu bioaktiven