Grenzflächenspannung
Grenzflächenspannung, symbol γ, bezeichnet die kohäsiven Kräfte, die an der Grenzfläche zweier immiscibler Phasen wirken. Sie ist die Energie pro Oberflächen- oder Grenzflächenfläche, die benötigt wird, um die Grenzfläche um eine zusätzliche Flächeneinheit zu vergrößern. Typischerweise wird γ in N/m oder mN/m angegeben. Grenzflächenspannung tritt bei Grenzflächen zwischen zwei Flüssigkeiten, aber auch zwischen Flüssigkeit und Gas (Flüssigkeit-Gas-Grenzfläche) auf.
Physikalisch lässt sich die Grenzflächenspannung mit der Oberflächenenergie eines Interfaces vergleichen. In einem ruhenden System führt
Abhängigkeiten und Einflussfaktoren: Grenzflächenspannung hängt stark von Temperatur, chemischer Zusammensetzung und dem Vorhandensein von Grenzflächenaktiven Stoffen
Messung und Anwendungen: Grenzflächenspannung wird mittels Pendant-Tropfen-Pendeln, du-Noüy-Ring, Wilhelmy-Platte oder Spinning-Drop-Verfahren bestimmt. Anwendungen finden sich in