GiemsaFärbung
Die Giemsa-Färbung ist eine polychromatische Färbetechnik in der Mikroskopie, die vor allem in der Hämatologie, Zytologie und Parasitologie eingesetzt wird. Sie dient der detaillierten Darstellung von Zellstrukturen in Blut- und Knochenmarkpräparaten sowie in Gewebeproben. Die Färbung wurde von Gustav Giemsa entwickelt und wird häufig in der May-Grünwald-Giemsa-Technik (MGG) verwendet, einer Kombination aus einer May-Grünwald-Färbung und einer anschließenden Giemsa-Färbung. Typischerweise erfolgt die Behandlung nach Methanolfixierung der Proben; anschließend wird zuerst die May-Grünwald-Lösung und dann die Giemsa-Lösung aufgetragen. Die Giemsa-Lösung enthält azurinhaltige Farbstoffe (z. B. Azure B) und Eosin in einer stabilisierten Pufferlösung, oft bei einem pH-Wert um 6,8.
Die Färbung ermöglicht eine starke Kontrastierung von Zellkernen, Zytoplasma und Zellgranula. In der Blutanalyse führt sie
Vorteile der Giemsa-Färbung sind der gute Differenzierungseffekt sowie die Sichtbarmachung von Parasiten. Nachteile sind eine Empfindlichkeit