Gewebewärme
Gewebewärme bezeichnet die Wärme, die in biologischem Gewebe vorhanden ist oder dort erzeugt wird. Sie hängt von Temperaturunterschieden, Gewebeart und Ort ab und spielt eine zentrale Rolle in der Thermoregulation des Körpers. Die Gewebewärme entsteht vor allem durch metabolische Wärmeproduktion der Zellen (z. B. durch Mitochondrienaktivität) und durch den Transport der Wärme via Blutstrom. Muskelkontraktionen, auch spontane oder willkürliche Bewegungen, erhöhen lokal die Wärmeabgabe. Gut durchblutete Gewebe sind in der Regel wärmer.
Normale Gewebetemperaturen variieren je nach Gewebe und Messstelle. Während die zentrale Körpertemperatur um ca. 37 °C
Messung erfolgt durch invasive Temperatursonden, nicht-invasive Methoden wie Infrarot-Thermografie oder kontaktbasierte Sonden. In der Medizin wird
Gewebewärme ist damit ein grundlegender Parameter der Biologie und Medizin, der sowohl physiologisch als auch therapeutisch
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