Fiebermustern
Fiebermuster bezeichnet den typischen zeitlichen Verlauf des Fiebers bei einer Erkrankung. Der Begriff wird in der klinischen Diagnostik verwendet, um aus dem Verlauf der Temperaturkurve Hinweise auf mögliche Ursachen zu gewinnen. Fiebermuster allein reicht jedoch nicht aus, um eine Diagnose zu sichern; es handelt sich um ein unterstützendes, historisch bedeutsames Deskriptionswerkzeug, das zusammen mit weiteren klinischen Zeichen, Laborwerten und der Anamnese interpretiert wird.
Zu den häufig beschriebenen Fiebermustern gehören:
- Intermittierendes Fieber: Perioden mit Fieber wechseln mit messbar normalen Temperaturen ab.
- Remittierendes Fieber: Die Temperatur bleibt zwar erhoben, schwankt jedoch stark und nähert sich nie dauerhaft der
- Fortdauerndes (ständiges) Fieber: Die Temperatur ist über längere Zeit erhöht, mit nur geringen Schwankungen.
- Wechselndes Fieber: Unregelmäßige, stark schwankende Werte über den Verlauf hinweg.
- Relapsing (zyklisches) Fieber: Fieber tritt in klar abgegrenzten Episoden auf, gefolgt von längeren afebrilen Intervallen.
Besonderheiten wie das Malariaparadigma mit tertianen oder quartanen Fieber zeigen, wie bestimmte Muster bei bestimmten Erkrankungen
Historisch spielten Fiebermuster eine größere Rolle in der differentialdiagnostischen Einschätzung. Heute dient der Begriff vor allem