Festkörperdefekte
Festkörperdefekte sind Abweichungen von der idealen, perfekten atomaren Anordnung in einem kristallinen Festkörper. Diese Defekte beeinflussen die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Materials erheblich, darunter Leitfähigkeit, Festigkeit, optische Eigenschaften und Reaktivität. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen null-, ein-, zwei- und dreidimensionalen Defekten.
Punktdefekte sind null-dimensionale Defekte und beinhalten Leerstellen, bei denen ein Atomgitterplatz unbesetzt ist, sowie Zwischengitteratome, die
Linien- oder eindimensionale Defekte umfassen Versetzungen. Kantenversetzungen sind durch eine zusätzliche Halbebene von Atomen charakterisiert, die
Flächen- oder zweidimensionale Defekte sind Grenzflächen. Dazu gehören Korngrenzen, die die Trennflächen zwischen verschiedenen Kristalliten in
Volumen- oder dreidimensionale Defekte sind größere Abweichungen von der perfekten Struktur. Beispiele hierfür sind Poren, Risse
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