Diskriminierungsfähigkeit
Diskriminierungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Organismus oder Systems, Unterschiede zwischen Reizen wahrzunehmen und zu unterscheiden. In der Psychologie, Neurowissenschaften und Sensorik dient sie der Beschreibung der sensorischen Auflösung und der Wahrnehmung von Unterschiedlichkeiten. Zentral ist die Diskriminierungsgrenze oder der Just Noticeable Difference (JND) – die minimale Reizdifferenz, die gerade noch zuverlässig identifiziert wird.
Zur Messung werden psychophysische Verfahren genutzt, etwa zweifach-alternative Aufgaben (forced-choice), Paarvergleiche oder adaptiv verlaufende Stimulusreize (Staircase-Verfahren).
Faktoren, die die Diskriminierungsfähigkeit beeinflussen, umfassen die Sinnesmodalität (Sehen, Hören, Tastsinn), Reizintensität, Kontext und Vorwissen, Lern-
Der Begriff Diskriminierungsfähigkeit unterscheidet sich von Diskriminierung im sozialen Sinn, die ungerechtfertigte Benachteiligung oder Vorurteile beschreibt.