Werkzeugverwindung
Werkzeugverwindung bezeichnet in der Zerspanung die Verdrehung eines Werkzeugs um seine Längsachse infolge torsionaler Lasten während des Bearbeitungsprozesses. Sie tritt insbesondere bei langem Werkzeugüberhang auf und kann zu Positionsabweichungen der Schneidkante, Ungenauigkeiten bei der Bauteilgeometrie und schlechter Oberflächengüte führen. Die Verwindung hängt von Werkzeugmaterial, Geometrie, Halterungsteifigkeit und den Bearbeitungsparametern ab.
Ursachen sind torsionale Spannungen, die durch Schnitt- und Vorschubkräfte entstehen, sowie Reibung und thermische Gradienten während
Messung und Analyse erfolgen durch Drehmomentsensoren an der Spindel, Dehnungsmessstreifen am Werkzeughalter oder In-Situ-Haltesysteme. Numerische Modelle,
Maßnahmen zur Reduktion der Werkzeugverwindung umfassen die Verringerung des Überhangs, den Einsatz steiferer oder dickerer Werkzeughalter,