Versetzungsmechanismus
Der Versetzungsmechanismus, auch als Versetzungsbewegung oder Versetzungsgleiten bezeichnet, ist ein zentrales Konzept der Materialwissenschaft, insbesondere in der Festkörperphysik und Metallkunde. Er beschreibt die Bewegung von Versetzungen – linearen Fehlstellen in Kristallgittern – unter dem Einfluss äußerer Kräfte wie Spannungen. Diese Bewegung ermöglicht plastische Verformung von Materialien, ohne dass das gesamte Gitter umstrukturiert wird, was energetisch sehr aufwendig wäre.
Versetzungen entstehen durch lokale Störungen im Kristallgitter, etwa durch Verwerfungen (Edge-Dislocations) oder Schraubenfehlstellen (Screw-Dislocations). Unter Spannung
In metallischen Werkstoffen spielt der Versetzungsmechanismus eine entscheidende Rolle für deren mechanische Eigenschaften. Durch gezielte Beeinflussung
Neben Metallen kommt der Versetzungsmechanismus auch in Halbleitern und Keramiken vor, wenn auch mit unterschiedlichen Dominanzgraden.