Tröpfchenform
Tröpfchenform bezeichnet die Kontur eines einzelnen Tropfens in Gleichgewicht auf einer Grenzfläche oder in der Luft. Die Form wird primär durch die Gravitation (Auftrieb), die Oberflächenspannung der Flüssigkeit und die Wechselwirkung mit dem Substrat bestimmt. Der innere Druck unterscheidet sich vom äußeren Druck gemäß der Young-Laplace-Gleichung Δp = γ(1/R1 + 1/R2); γ ist die Oberflächenspannung, R1 und R2 die Krümmungsradien der Tropfenoberfläche. Bei kleinen Tropfen dominiert die Oberflächenspannung, sodass die Tropfenform annähernd einer Kugelkappe entspricht. Mit zunehmender Tropfengröße wird die Gravitation stärker, der Tropfen wird flacher.
Der Benetzungszustand des Substrats bestimmt die Kontaktlinie und den Kontaktwinkel θ, der durch die Young-Gleichung γ_sv - γ_sl
Bei dynamischen Prozessen wie Ausbreitung, Verdunstung oder äußeren Feldern weichen Tropfenformen von der Gleichgewichtskontur ab. Numerische
Anwendungen finden sich in der Tintenstrahldruck-, Beschichtungs- und Kondensationstechnik sowie in der Mikrofluidik, wo Tropfenformen als