Tanninquelle
Eine Tanninquelle bezeichnet allgemein eine Quelle, aus der Tannine gewonnen oder extrahiert werden können. Tannine sind polyphenolische Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen und eine zentrale Rolle in der Ledergerbung, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in der Naturheilkunde spielen. Chemisch unterscheidet man hydrolysierbare Tannine (Gallotannine, Ellagitannine) und kondensierte Tannine (Proanthocyanidine). Hydrolysierbare Tannine lösen sich in Wasser zu Gallussäure- bzw. Ellagsäure-Derivate; kondensierte Tannine bestehen aus verknüpften Bausteinen von Flavan-3-ol-Derivaten und weisen ausgeprägte Gerbstoffeigenschaften auf.
Typische Tanninquellen sind Eichenrinde und andere Hölzer wie Kastanie, Tara, Quebracho sowie Galläpfel, Sumach und Traubenschalen
Verwendung: In der Lederherstellung dienen Tannine als Gerbstoffe, die Haut und Gewebe widerstandsfähig machen. In der
Nachhaltigkeit: Die Auswahl der Tanninquelle richtet sich nach Verfügbarkeit, Umweltverträglichkeit und Qualität der Extrakte. Historisch wurden