Galläpfel
Galläpfel (Singular Gallapfel) sind auffällig wuchernde Gewebeballungen an Pflanzen, die durch parasitäre Organismen ausgelöst werden. Der Begriff wird vor allem für Eichen-Galläpfel verwendet, die von Cynipid-Wespen (Cynipidae) erzeugt werden. Die Gallbildung beginnt, wenn eine Wespe Eier in Blatt- oder Knospengewebe legt. DieLarve scheidet Hormone und andere Wachstumsstoffe aus, worauf das umliegende Gewebe zu einer geschützten Hülle wächst, in deren Innenraum sich später die Larve einnistet. Die Innenkammer kann eine oder mehrere Larven enthalten. Viele Cynipid-Arten zeigen komplexe Lebenszyklen mit Generationswechsel; manche erzeugen unterschiedliche Gallformen oder benötigen zwei Wirtsarten.
Vorkommen und Bedeutung: Galläpfel treten überwiegend in gemäßigten Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas auf, besonders an
Historische Nutzung: Galläpfel waren wirtschaftlich bedeutsam wegen ihrer Gallotannine, die zur Ledergerbung genutzt wurden. Galläpfel aus