Spinrotationen
Spinrotationen bezeichnen die Rotationen des intrinsischen Drehimpulses eines Quantenobjekts. Sie betreffen die Orientierung des Spin-Zustands, nicht die räumliche Bewegung des Teilchens. Die Transformation des Spinzustands unter einer Rotation wird durch unitäre Operatoren beschrieben, die auf dem SU(2)-Symbolismus und den Drehimpulsoperatoren J basieren. Für Spin-1/2 gilt eine Rotation um die Achse n mit dem Winkel θ durch U(n, θ) = exp(-i θ n·σ / 2), wobei σ die Pauli-Matrizen sind. Allgemein lässt sich eine Rotation durch U(R) = exp(-i θ n·J / ħ) ausdrücken, wobei J die Gesamtdrehimpulsoperatoren darstellt und j den Spinwert des Teilchens kennzeichnet. Die Spinrotationen bilden die j-Repräsentationen von SU(2) und sind eng mit den Rotationen im dreidimensionalen Raum verbunden.
In der Praxis folgen Spinrotationen beobachtbaren Phänomenen wie der Larmor-Präzession: Ein Spin in einem externen magnetischen
Historisch dienten Spinrotationen dazu, die Symmetrien der Quantenmechanik unter Drehungen zu verstehen und ihre Transformation in