Solvatationsmodelle
Solvatationsmodelle sind Ansätze in der Quantenchemie und Molekulardynamik, die die Auswirkungen eines Lösungsmittels auf ein gelöstes System berücksichtigen, ohne alle Lösungsmittelmoleküle explizit zu simulieren. Ziel ist es, realistische Geometrien, Energien und Reaktionspfade in Lösung zu beschreiben, bei vertretbarem Rechenaufwand.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen expliziten und implicit (Kontinuum-)Solvatationsmodellen. Explizite Solvation umfasst eine oder mehrere Schichten von
Hybridansätze kombinieren explizite Solvation in der ersten Schicht mit einem implicit-Umfeld für den weiteren Lösungskörper. QM/MM-Modelle
Stärken der Solvatationsmodelle sind Effizienz und Robustheit bei vielen Lösungsszenarien; Grenzen ergeben sich bei starken, spezifischen
Historisch entwickelten sich Kontinuum-Modelle in den 1980er/1990er Jahren; sie sind heute Standardwerkzeuge in vielen Berechnungen in