Selbstmonitoring
Selbstmonitoring bezeichnet die systematische Beobachtung, Aufzeichnung und Auswertung eigener Verhaltensweisen, Gefühle oder Erfahrungen durch die betroffene Person. Ziel ist es, Muster zu erkennen, das Selbstmanagement zu unterstützen und neue Verhaltensregulationen zu ermöglichen. In Psychologie, Pädagogik, Gesundheitswesen und Arbeitsleben wird Selbstmonitoring als Methode der Selbstregulation eingesetzt.
Typische Instrumente sind Tagebücher, Checklisten, Mood- oder Verhaltensprotokolle, Apps, Wearables oder einfache Tabellen. Die Aufzeichnungen können
Anwendungsfelder: Gesundheitsverhalten (Schlaf, Ernährung, Bewegungsroutinen), Psychische Gesundheit (Stimmung, Stress, Angst), Krankheitsmanagement (Symptomverlauf, Medikamentenadhärenz), Bildung und Arbeit
Vorteile: erhöht das Bewusstsein für eigene Muster, fördert Verantwortungsübernahme und Selbstwirksamkeit; kann Verhaltensänderungen unterstützen und Behandlungsergebnisse
Limitierungen: Selbstberichte können verzerrt sein und ungenau; die regelmäßige Dokumentation kann Aufwand bedeuten und zur Belastung
Verwandte Konzepte umfassen die ökologische Momentanbewertung (EMA), Selbstregulationstheorien, Selbstmanagement- oder Selbstbeobachtungstools, sowie Feedback-Schleifen in Therapien. Wissenschaft