Regelungsbedarf
Regelungsbedarf bezeichnet im politisch-administrativen Kontext den Bedarf, Regulierungsmaßnahmen zu ergreifen oder bestehende Regulierung zu verändern. Er beschreibt die Frage, ob ein rechtlicher oder verwaltungsrechtlicher Eingriff erforderlich ist, um ein erkanntes Problem zu lösen, Ziele zu erreichen oder Risiken zu begrenzen. Regelungsbedarf ist damit ein vorrangig analytischer Schritt im Policy-Meking, der entscheidet, ob Handlungsbedarf besteht und welche Form der Regulierung sinnvoll ist.
Typische Auslöser für die Feststellung von Regelungsbedarf sind Marktversagen, externe Effekte, Sicherheits- oder Gesundheitsrisiken, Verbraucherschutz, Fairness
Der Prozess zur Bestimmung des Regelungsbedarfs umfasst oft eine Rechts-, Risiko- und Wirkungsanalyse (Regulatory Impact Assessment).
Kritisch betrachtet ist Regelungsbedarf sensibel gegenüber Überregulierung und regulatorischen Kosten. Eine klare Abwägung von Nutzen, Aufwand