Rechtgläubigkeit
Rechtgläubigkeit ist eine Einstellung gegenüber der Rechtsordnung, bei der die Legitimität und Autorität von Gesetzen und Institutionen anerkannt und grundsätzlich akzeptiert werden. Sie äußert sich durch Vertrauen in Rechtswege, Bereitschaft zur Befolgung geltenden Rechts und das Vertrauen, dass Rechtsnormen sinnvoll und gerecht sind. Die Begrifflichkeit wird sowohl als normative Orientierung als auch als Messgröße politischer Kultur verwendet.
In der soziologischen und politikwissenschaftlichen Debatte steht Rechtgläubigkeit im Zusammenhang mit der Frage nach der Stabilität
Vorteile einer hohen Rechtgläubigkeit liegen in der Förderung von Rechtsfrieden, Vorhersehbarkeit und friedlicher Konfliktlösung. Kritisches Potenzial
Im politischen Diskurs wird der Begriff häufig gegenüber Rechtskritik oder Rechtsverachtung abgegrenzt. Rechtskritik betont die Prüfung