Randabbildungen
Randabbildungen bezeichnen in der algebraischen Topologie die Randoperatoren in Kettenkomplexen. Für jede Dimension n ist ∂_n eine Abbildung von C_n(X) nach C_{n-1}(X). C_n(X) ist der freie Abbildungsknoten, der von allen n‑Simplices von X erzeugt wird (im singulären Fall von allen singulären n‑Simplices Δ^n → X). Die Randabbildung ist ein Gruppen- bzw. Modulhomomorphismus und erfüllt die Eigenschaft ∂_{n-1} ∘ ∂_n = 0, das heißt der Rand eines Randes ist wieder null. Sie ist außerdem natürlich gegenüber stetigen Abbildungen f: X → Y, was die Bildung eines Chain-Komplexes ermöglicht und zentral für die Homologie-Theorie ist.
Formel und Beispiele: Für ein singuläres n‑Simplex σ: Δ^n → X gilt ∂_n σ = sum_{i=0}^n (-1)^i σ|[v_0,...,v_{i-1},v_{i+1},...,v_n], wobei die
Bedeutung: Randabbildungen ermöglichen die Unterscheidung von Zyklen (Z_n = Ker ∂_n) und Grenzen (B_n = Im ∂_{n+1}). Die