RNFLDünnheit
RNFL-Dünnheit bezeichnet die Abnahme der Dicke der peripheren retinalen Nervenfaserlage (RNFL) rund um den Sehnervenkopf. Sie wird primär mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) gemessen und als globaler RNFL-Wert sowie als Sektorwerte (z. B. Superior, Inferior, Nasal, Temporal) inklusive farbcodierter Abweichungskarten berichtet. Die Dünnheit kann sowohl in Mikrometern als auch relativ zu einer normativen Referenzbasis angegeben werden.
Eine RNFL-Dünnheit bedeutet Verlust von Retinalganglien-Axonen und ist ein zentraler Biomarker neuroretinaler Schädigung. Häufige Ursache ist
Die Messung erfolgt überwiegend mit SD-OCT oder SS-OCT, typischerweise durch eine Ringmessung um den Sehnervenkopf (ca.
Interpretation erfordert Berücksichtigung von Artefakten und Limitationen: Segmentierungsfehler bei Opacity, Bewegungen, Dispersion; Disc-Größe und Myopie beeinflussen