Präventionsentscheidungen
Präventionsentscheidungen bezeichnen Entscheidungen darüber, ob und welche vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung künftiger Schäden in einem bestimmten Kontext getroffen werden. Sie betreffen in erster Linie Bereiche wie öffentliche Gesundheit, Arbeitssicherheit, Umwelt- und Risikomanagement, können aber auch Privathaushalte oder Organisationen einschließen. Im Gegensatz zu rehabilitativen oder reaktiven Maßnahmen zielen Präventionsentscheidungen darauf ab, Risiken zu verhindern, ehe sie eintreten, oder ihre Auswirkungen zu mildern.
Typische Anwendungsfelder sind öffentliche Gesundheitsprogramme (z. B. Impfstrategien, Frühkennzeichnung und Gesundheitsförderung), betriebliche Präventionsmaßnahmen (Gefahrenanalysen, technischer Arbeitsschutz,
Der Entscheidungsprozess basiert auf einer Risikoabschätzung, Kosten-Nutzen-Analysen, ethischen und rechtlichen Überlegungen sowie der Berücksichtigung von Belastungen
Herausforderungen von Präventionsentscheidungen sind Unsicherheit, unklare Wirksamkeit, wirtschaftliche Belastungen und Spannungsfelder zwischen Individualfreiheit, Gerechtigkeit und Allgemeinwohl.
Siehe auch: Risikomanagement, Präventionsmedizin, Gesundheitspolitik, Kosten-Nutzen-Analyse.